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Die Künstlersozialabgabe wird auch auf "Hutgage" fällig!
10-11-17 09:00

Die Künstlersozialkasse (KSK) ist ein Geschäftsbereich der Unfallversicherung Bund und Bahn. Sie sorgt mit der Durchführung des Künstlersozialversicherungsgesetzes (KSVG) dafür, dass selbständige Künstler und Publizisten einen ähnlichen Schutz in der gesetzlichen Sozialversicherung genießen wie Arbeitnehmer.

Bildschirmfoto der Website der Künstlersozialkasse
Screenshot (Künstlersozialkasse)

Viele Städte in Deutschland veranstalten inzwischen sog. "Straßenkünstler-Festivals", bei denen die beteiligten Künstler keine Gage, sondern nur eine Aufwandsentschädigung erhalten.

Ersatzweise ist den Künstlern ausdrücklich erlaubt, "Hutgeld" zu sammeln!

Das Publikum honoriert nach den Shows die Leistungen der Straßenkünstler und spendet Bargeld direkt aus der Geldbörse in den Hut des Künstlers.

Fälschlicherweise werden diese Geldgeschenke auch "Hutgage" genannt!

Was viele Veranstalter nicht wissen: Auch das "Hutgeld" unterliegt der Pflicht, die Künstlersozialabgabe zu zahlen!

Die Künstlersozialkasse begründet auf Ihrer Website diesen Sachverhalt wie folgt:

"Bei dem Publikum handelt es sich um einen Dritten, von dem keine Künstlersozialabgabe erhoben werden kann. In diesen Fällen wird derjenige als Veranstalter abgabepflichtig, dem die Leistung erbracht wird (§ 25 Abs. 1 Satz 2 KSVG), der also einen wirtschaftlichen Nutzen oder Vorteil aus der Darbietung des Künstlers oder Publizisten hat. Der wirtschaftliche Nutzen bzw. Vorteil kann darin bestehen, dass die Attraktivität des Gastronomieangebotes erhöht wird und somit ein höherer Umsatz bei Speisen oder Getränken erzielt werden kann. Der Veranstalter (z. B. Gastronom) hat in diesen Fällen Sorge dafür zu tragen, dass er das vom Künstler/Publizisten eingesammelte Honorar korrekt ermittelt und an die KSK meldet."

Juristisch gesehen hat diese Argumentation eine nicht von der Hand zu weisende Logik! In der Praxis bedeutet das allerdings, dass von den teilnehmenden Künstlern eines "Hutfestivals" verlangt werden muss, dem Veranstalter gegenüber ihr "Hutgeld" in voller Höhe anzugeben!

Der Standpunkt, bei der sog. "Hutgage" handelt es sich um Geldgeschenke, die niemanden etwas angehen, kann vor dem Gesetzgeber daher leider nicht vertreten werden.

Links:

www.kuenstlersozialkasse.de/unternehmen-und-verwerter/faq-unternehmen-und-verwerter.html



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